Gurkennarr

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Am 17.01.1959 wurde in Kehlen am Feuerwehrball die Gurkenmaske aus der Taufe gehoben. Die Maske stammt aus der Werkstatt des bekannten Masken- und Krippenschnitzers Josef Hasenmaile aus Biberach und das Häs wurde von Prof. Nikolaus Zuck aus Friedrichshafen entworfen. Die Taufe wurde urkundlich am 08.02.1959 von der Narren- und Patenzunft Narrenzunft SeegockelFriedrichshafen bestätigt.

In und um Kehlen gab es früher große Gurkenfelder. Die Gurken wurden von den Bauern zur Aufbesserung ihrer schmalen Haushaltskasse angepflanzt und auf den Märkten verkauft.

Diese historische Begebenheit diente im Januar 1959 als Hintergrund für die Schaffung der Maske der Gurkennarren. Sie sollte an die „saure Gurkenzeit" erinnern. Mit ihren freundlichen Gesichtszügen erinnert die Gurkenmaske an das Fröhliche arbeiten auf dem Acker. Die verschiedenen Gurkennasen auf den Masken stellen die unterschiedlichen Gurkensorten dar.

Das Häs ist in der orange-gelben Farbe der Gurkenblüte gehalten. Grüne Gurken­blätter und Ranken aus braunem Filz zieren das Häs. An den Ärmeln und am Beinkleid enden die Ranken in reifen Gurken. An der Haube sind große, gelbe Blüten aus Filz auf Gurkenblättern angebracht. Am unteren Rand sind viele kleine Glöckchen angenäht. Die Handgurke aus Holz und der Schellengurt um den Bauch vervollständigen das Häs des Gurkennarren.